WIKUS, der größte Sägebandhersteller Europas, verlässt sich bei Produktion sowie Verkauf bereits seit Jahren auf die ERP-Software von Lawson. Stetiges Wachstum machte ein integriertes ERP-System für das nordhessische Unternehmen, das über mehr als 65 Vertriebsstandorte verfügt, unumgänglich.

Bis zum Jahr 2000 nutzte WIKUS noch eine auf die Kundenauftragsabwicklung spezialisierte Software, die auf Insellösungen aufbaute. Damals drohte das Unternehmen, das in Deutschland produziert und seine Produkte weltweit verkauft, an seine Grenzen in Sachen Transparenz zu stoßen. Die zahlreichen Schnittstellen zwischen Produktion, Auftragsplanung und Vertrieb sollten durch eine einheitliche ERP-Software transparent abgebildet werden.

„Bei der Auswertung verschiedener Anbieter fiel unsere Wahl schließlich auf Lawson Software, da Lawson M3 unsere Ansprüche am besten erfüllen konnte“, bemerkt Michael Möller, Leiter Finanzen und Controlling und Mitglied der Geschäftsleitung bei WIKUS. Die Implementierung dauerte weniger als sechs Monate, der endgültige Umstieg erfolgte am 1. Januar 2000. Dank der integrierten Lösung konnten die Schnittstellen weitestgehend von der Software abgebildet und so die Transparenz innerhalb des Unternehmens erhöht werden. Lawsons Multi-Unit-Coordination-Lösung (MUC) erlaubt WIKUS zudem, auch externe Unternehmen problemlos in das in Spangenberg installierte ERP-System zu integrieren. So lösen beispielsweise in den USA getätigte Transaktionen automatisch Produktionsaufträge in Deutschland aus, ohne dass auf Grund gesonderter Bearbeitungszeiten Produktionslücken entstehen. „Gerade in der heutigen Zeit bietet das MUC-Konzept wertvolle Möglichkeiten“, freut sich Möller. „Unsere komplette IT befindet sich hier in Spangenberg und wir verfügen trotzdem über die vollständige Transparenz für das angeschlossene Tochterunternehmen in den USA.“

Im Jahr 2004 führte WIKUS einen Release-Wechsel durch und migrierte zur Nutzung erweiterter Funktionalität auf die neuere Version Lawson M3 12.4. Die neuen Funktionen standen vor allem für den Lawson-Produktkonfigurator zur Verfügung, der eine zen­trale Rolle für WIKUS spielt. Basierend auf 15–20 Artikelgruppen stellt das Unternehmen bis zu 1800 verschiedene Produktvarianten her, die in der ERP-Software gemäß den Kundenwünschen generiert und an die Produktion weitergeleitet werden. „Die Erweiterungen im Bereich des Konfigurators sowie unser Wunsch, eine Standardsoftware im Einsatz zu haben, die über möglichst wenige Modifikationen verfügt, gaben den Anstoß für das Upgrade“, blickt Möller zurück. So erfolgte der Wechsel, der u. a. eine Neubeschreibung der Prozesse beinhaltete, innerhalb von sechs Monaten und war im Frühjahr 2004 erfolgreich vollzogen.

Gleichzeitig stellte sich das Unternehmen einer weiteren Herausforderung und sicherte gemeinsam mit IBM und Vision Solutions die IT mit einer Hochverfügbarkeitslösung gegen eventuelle Systemausfälle ab. Heute stehen deshalb in Spangenberg zwei Maschinen der iSeries, zwischen denen sämtliche Daten gespiegelt werden und die im Notfall innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen.

„Rückblickend lässt sich festhalten, dass WIKUS sein seit dem Jahr 2000 permanent vollzogenes Unternehmenswachstum ohne Unterstützung einer integrierten ERP-Software in diesem Maße kaum hätte realisieren können“, fügt Möller an. So können sich die Verantwortlichen beispielsweise jederzeit anzeigen lassen, in welchem Lager wie viele Produktvarianten zur Verfügung stehen, dementsprechend die Produktion steuern und die Lagerwirtschaft effizient gestalten. Optimierte Lieferleistung sowie Einsparungen von Zeit und Kosten sind die Folge.

Lawson Software Deutschland GmbH, Hilden
www.lawson.com