Die Telcon GmbH setzt bei der Unternehmensexpansion auf Desktop-Virtualisierung: Um mehr als 70 neue Arbeitsplätze möglichst schnell in Betrieb nehmen zu können, entschied man sich, die Benutzer-Desktops zentral mit Citrix XenDesktop bereitzustellen.

Die Telcon GmbH bietet Inbound- und Outbound-Services für die Kundenbetreuung und den Vertrieb von Finanzprodukten an. In den vergangenen Jahren ist Telcon so stark gewachsen, dass die vorhandenen Räumlichkeiten in der Firmenzentrale schließlich nicht mehr ausreichten: Die Geschäftsführung beschloss daher, zusätzlich zu den 280 Arbeitsplätzen in Saarbrücken eine Niederlassung mit 70 weiteren Arbeitsplätzen in Kaiserslautern zu eröffnen, die innerhalb von nur drei Monaten ihre Arbeit aufnehmen sollte. Die Anwender in der neuen Niederlassung sollten von Saarbrücken aus mitbetreut werden.

Die neue Desktop-Strategie

Vor diesem Hintergrund begannen die Verantwortlichen, die bisher verfolgte Desktop-Strategie grundsätzlich zu überdenken. In Saarbrücken nutzte Telcon bisher eine weitgehend dezentral ausgerichtete Client-Infrastruktur: An den Arbeitsplätzen standen Standard-PCs mit lokal installierten Geschäftsanwendungen. Gemeinsam mit dem IT-Partner C-CS und dem Systemhaus Fritz & Macziol evaluierte Telcon unterschiedliche Lösungsalternativen und entschied sich schließlich, erstmals den Weg der Desktop-Virtualisierung zu gehen: Statt lokal auf den einzelnen Endgeräten sollten die Benutzer-Desktops für den neuen Standort auf zentralen Servern eingerichtet und den Mitarbeitern über das Netzwerk bereitgestellt werden.

Desktop-Virtualisierung

„Bei der Planung der Lösung stellten wir schnell fest, dass der Erfolg eines Desktop-Virtualisierungs-Projekts sehr stark vom Zusammenspiel unterschiedlicher technologischer Komponenten abhängt“, erläutert Oliver Fuchs, Projektleiter bei C-CS. „Genau aus diesem Grund fiel letztlich die Entscheidung für den Einsatz von Citrix XenDesktop: Die Lösung bringt alle benötigten Bausteine für die Virtualisierung und das zentrale Management von Desktops und Applikationen bereits mit. So konnten wir die Implementierung auch tatsächlich innerhalb des vorgesehenen Zeitraums abschließen.“

Für das Hosting der virtuellen Desktops nutzt C-CS die integrierte XenServer-Komponente von XenDesktop: Als XenServer-Hosts dienen drei IBM Server System x3650 mit Dual-Quadcore-Prozessoren und jeweils 18 GB RAM. Die Umgebung wurde so dimensioniert, dass die Mitarbeiter auch beim Ausfall eines Host-Rechners problemlos auf den beiden verbleibenden Servern weiterarbeiten können. Alle virtuellen Desktops greifen auf ein Standard-Image von Windows XP SP2 zurück, das über die Provisioning-Komponente zur Verfügung gestellt wird. Die Administratoren müssen so nur eine einzige Betriebssysteminstanz für alle User mit Patches und Updates aktuell halten.

Die Bereitstellung der benötigten Geschäftsanwendungen erfolgt über die integrierte Application Streaming-Technologie: „Die Mitarbeiter von Telcon arbeiten nicht nur mit Standardapplikationen – häufig bringen die Kunden aus der Finanzbranche auch selbstentwickelte Programme mit, die dann im Call Center für die jeweiligen Projekte eingesetzt werden müssen. Die Streaming-Technologie ist das perfekte Verfahren, um diese Spezialanwendungen zentral zu verwalten und sicher in einer isolierten Umgebung auf dem virtuellen Desktop auszuführen“, so Oliver Fuchs.

An den neuen Arbeitsplätzen kommen heute ausschließlich IGEL Thin Clients zum Einsatz. Da diese keine beweglichen Bauteile besitzen, sind sie praktisch geräuschlos, dazu kommt der deutlich geringere Energieverbrauch: Die Thin Clients benötigen nicht nur wesentlich weniger Strom als herkömmliche PCs, XenDesktop sorgt auch dafür, dass die Desktops nach Dienstschluss automatisch heruntergefahren und am Morgen wieder pünktlich gestartet werden: Rund 5.000 Euro kann Telcon nach Berechnung von C-CS pro Jahr bei den Energiekosten einsparen: „Die Investition in die virtuelle Desktop-Lösung amortisiert sich damit innerhalb von weniger als drei Jahren alleine durch die niedrigere Stromrechnung“, sagt Jörg Roth. „Die enormen Kostenvorteile durch den reduzierten Administrationsaufwand sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.“

Citrix GmbH, Hallbergmoos
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