Wer zukunftssichere Lösungen für den Bereich Personalwesen haben möchte, der muss einen gesamtheitlichen Ansatz verfolgen. Wie sich diese Aufgabenstellung im Rahmen der Digitalisierung angehen lässt, erklärt Lothar Steyns, Geschäftsführer der Summit IT Consult GmbH, im Interview mit dem Midrange Magazin (MM).

MM: Wie entwickelt sich der Bedarf von Komplettlösungen im Personalbereich?

Steyns: Rasant! Vom Mittelständler bis zum Großbetrieb, alle haben das nicht genutzte Einspar- und Verbesserungspotential erkannt und agieren entsprechend. Denn den erfolgreichen Unternehmenslenkern ist eines klar geworden: HR wird in vielen Punkten zum „Zünglein an der Waage“ wenn es darum geht, sich in den explodierenden Märkten zu behaupten bzw. die eigene Marktposition weiter auszubauen.

Lothar Steyns, Geschäftsführer der Summit IT Consult GmbH: „Sicherheit, Stabilität und Preis/Leistungsverhältnis sprechen für die IBM i.“ Quelle: Summit

MM: Wie lässt sich die Integration der Personal-Komplettlösung mit den teilweise branchenabhängigen Kernsystemen eines Unternehmens kombinieren?

Steyns: Dies ist heute kein Problem mehr. Früher ging der Trend dahin, Human Resources als normales Modul einer ERP Software zu sehen, doch dies ergab nicht die gewünschte Effizienzsteigerung bzw. Kostenreduktion. Zurzeit haben wir viele laufende Projekte bzw. Anfragen, gerade bei größeren Mittelstandskunden jenseits der 1.000 Beschäftigten, die einen Spezialisten wie uns mit der Umsetzung und Realisierung der neuen HR Anforderungen beauftragen. Ein wesentlicher Vorteil für uns liegt dabei darin, dass wir bereits seit Jahren zu den gängigsten und bekanntesten ERP Systemen Standardschnittstellen im Einsatz haben, die einen permanenten und effizienten „Datenaustausch“, sei es zum Rechnungswesen, zur Personaleinsatzplanung oder zur BDE, gewährleisten.

MM: Wie muss das Benutzerinterface einer Personallösung gestaltet sein, um die Anforderungen von „jüngeren“ Mitarbeitern abzudecken?

Steyns: Aus vielen Projekten und Workshops, gerade mit jüngeren Führungskräften, ist ein klarer Fokus bzw. eine klare Ausrichtung auf eine webbasierte, mobile Lösung mit einer modernen, rollenabhängigen „Kacheloberfläche“ erkennbar.

MM: Mit welchen Argumenten kann sich hier die IBM i in Szene setzen?

Steyns: Sicherheit, Stabilität und das hervorragende Preis/Leistungsverhältnis der IBM i als Hardwareplattform sind nach meiner Meinung immer noch die wichtigsten Faktoren. Leider ist dies gerade den jungen Führungskräften und Entscheidern nicht bekannt. Mit unserer plattformunabhängigen Lösung bedienen wir heute noch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen und viele Großkunden, die diese Hardwareplattform als strategisches Produkt einsetzen.

MM: Welche Vorgaben kommen auf die Personallösungen im Zuge der Europäischen Datenschutzgrundverordnung – EU-DSGVO – zu?

Steyns: Die DSGVO soll die Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten innerhalb der EU vereinheitlichen. Viele dieser Punkte sind bereits in der Neufassung des Datenschutzgesetzes vom Juni 2017 berücksichtigt. Da wir es aber gerade im Entgelt mit hochsensiblen Personendaten zu tun haben, hat die DSGVO auch direkten Einfluss auf die Datenhaltung innerhalb der Entgeltabrechnung. Um den neuen Anforderungen etwa nach dem „Minimalprinzip“ der Datenvorhaltung zu entsprechen, haben wir die Datenfelder im Entgelt unterteilt und gekennzeichnet. Einmal als „Pflichtfelder“, die wir für die direkte Lohnabrechnung benötigen, und als „Hilfsfelder“, die in der Eigenverantwortung der Unternehmen liegen. Entgegen der landläufigen Meinung sind die meisten Anforderungen der neuen Verordnung nicht neu, sondern sie sind sehr häufig schon Bestandteil der aktuellen Datenschutzgesetze. Jedoch neu ist, dass die Strafen bei einem Verstoß drastisch erhöht wurden. Und genau dies ist nach meiner Meinung der Hauptgrund für die hohe Sensibilität in diesem Bereich.