Überall lauert sie, die Krise. In den Medien, in den Chef-Etagen und sogar in der Wirklichkeit. Tatsächlich hat es viele Unternehmen kalt erwischt. Sie sind nun dabei, interne Optimierungs-Möglichkeiten auszuschöpfen, um dieses Wirtschaftstief weitgehend unbeschadet zu überstehen. Wie lassen sich jedoch Kosten sparen, wenn die Preise für die eigenen Produkte und Dienstleistungen bereits knapp kalkuliert sind?

Solch eine Situation hat natürlich auch ihre guten Seiten: Sie zwingt einen, darüber nachzudenken, ob etablierte, oft historisch bedingte Vorgehensweisen noch haltbar oder im günstigsten Fall optimierbar sind. War es in der Vergangenheit oft so, dass sich die unternehmensinternen Prozesse nach den vorhandenen IT- und Organisationsstrukturen richteten, sollte diese Denkweise heute auf den Prüfstand gestellt werden. Denn die äußeren Bedingungen ändern sich immer schneller, eine Wirtschaftskrise wie die gegenwärtige ruft dies lediglich schmerzhaft ins Gedächtnis zurück. Weitere Herausforderungen lassen nicht auf sich warten: ein starker Wettbewerb, verkürzte Time-to-Market-Zeiten, einzuhaltende gesetzliche Vorgaben und die Notwendigkeit, neue Vertriebswege zu erschließen. Und das alles bei sinkenden Kosten?

Prozesse in den Mittelpunkt

In den Prozessen und deren Optimierung steckt das Potenzial, das jetzt ausgeschöpft werden sollte. „Es gibt keine Alternative zu Business Process Management“, drückt es Dr. Torsten ­Schmale, Vorstandsvorsitzender der inubit AG, noch drastischer aus.

Das Berliner Unternehmen bietet mit seiner BPM-Suite eine Lösung, die bei der systematischen Optimierung und Automatisierung der Prozesse helfen soll. Aus seiner Sicht erfuhr das Thema BPM besonders in den letzten zwölf Monaten besondere Aufmerksamkeit. „Unternehmen suchen derzeit noch gezielter nach Handlungsoptionen, um die Kosten zu senken, die Effizienz und Transparenz zu erhöhen und dabei gleichzeitig mehr Agilität und Flexibilität in ihre Geschäftsprozesse zu bringen“, hat Dr. Torsten Schmale festgestellt.

Genau darauf zielt BPM ab. Die Prozesse rücken in den Mittelpunkt und werden unabhängig von IT oder anderen Gegebenheiten modelliert. Organisation und IT-Infrastruktur sollten den so optimierten Prozessen folgen. So wird schnell deutlich, dass BPM strukturverändernd ist und strategische Relevanz für die Unternehmen besitzt. Doch ist es in schwierigen Zeiten wirklich ratsam, solche doch grundlegenden Veränderungen in einem Unternehmen vorzunehmen? Wäre es nicht sinnvoller, in kleinen Schritten pragmatische und messbare Erfolge zu erzielen?

Auch das kann BPM leisten. Nichts spricht dagegen, mit nur einem Prozess zu beginnen und einen schnellen Return-on-Investment zu erzielen. So optimierte beispielsweise die Handelskette Edeka Minden-Hannover den Prozess der Stammdaten-Neuerfassung. Zahlreiche manuelle Aufgaben wurden automatisiert, zusätzliche Datenquellen integriert. Auf diese Weise konnte Edeka Minden-Hannover den Erfassungsaufwand für die Artikelneuanlage halbieren. Dass die gesamte Supply Chain nun weniger störanfällig ist, da weniger manuelle Fehler passieren können, trägt ebenso entscheidend zur positiven Gesamtrechnung bei.

Dem Auf und Ab die Stirn bieten

„Der wirtschaftliche Abschwung führt zu einem verstärkten Einsatz von BPM als eine Art der Kostenreduzierung für das wirtschaftliche Überleben“, so die Meinung von Michele Cantara, Research Vice President bei Gartner. Vielleicht ist BPM sogar mehr als das, wenn es gelingt, mit systematisch optimierten und weitgehend automatisierten Prozessen dem Auf und Ab des Marktes die Stirn zu bieten.

inubit AG, Berlin
www.inubit.com